„Endlich geht es los!“: Spatenstich für Betreutes Wohnen in Melk

Trotz des frostigen Wetters herrschte beim Spatenstich des neuen Betreuten Wohnprojekts im Herzen der niederösterreichischen Kulturstadt Melk eine ausgelassene Stimmung. „Endlich geht es los!“, zeigte sich der Melker Bürgermeister Patrick Strobl vorfreudig. „Ich freue mich wirklich sehr, dass nun in Form von 25 Wohnungen für Seniorinnen und Senioren endlich wieder Leben in dieses schöne Gebäude kommt!“ Im Rahmen des Projekts, das Silver Living für eine private Investorengruppe umsetzt, entstehen Wohnungen für ältere Menschen mit Größen von ca. 35 bis ca. 64 m² mit seniorengerechten Bädern und hochwertig ausgestatteten Küchen.

„Es ist ein wunderschönes Haus und das erste unter dem Landesfördermodell für Sanierung, bei dem wir die Bestandsimmobilie mit positiver CO2-Bilanz revitalisieren können“, so Projektleiter Thomas Müller über das Projekt. „Wichtig ist für uns auch, dass wir durch das Angebot des Betreuten Wohnens, das mit diesem Projekt geschaffen wird eine weitere Attraktivierung des Melker Stadtzentrums und eine Verdichtung des Zentralraums der Stadt herbeiführen können.“, ergänzt Silver Living Geschäftsführer Thomas Morgl.

1. Reihe: Landesrätin Mag. Christiane Teschl-Hofmeister (2. v. l.), Melker Bürgermeister Patrick Strobl, Silver Living Geschäftsführer Thomas Morgl, Architekt DI Alois Höfler, Projektleiter Thomas Müller
2. Reihe: Ing. Harald Spiegel (Leyrer + Graf, 1. v. l.), Stadtrat Peter Rath (1. v. r.) , © Franz Gleiß

Ein Haus mit langer Historie

Erbaut wurde das Haus zur Jahrhundertwende von Abt Alexander Karl, einem österreichischen Benediktiner und Politiker und ehemaligem Abt des Stift Melk. 108 Jahre lang (bis Juni 2007) betrieb die Kongregation der Töchter vom Göttlichen Erlöser in dem Bestandsobjekt eine Privatschule für Mädchen.

„Es handelt sich beim Stadthaus Melk um ein geschichtsträchtiges, ursprünglich zur Gründerzeit im Jahr 1900 errichtetes Schulgebäude, welches wir in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt unter strengsten Denkmalschutzauflagen sorgfältig und nachhaltig – auch in Hinblick auf Barrierefreiheit für die älteren Bewohner – revitalisieren.“, so der projektverantwortliche Architekt DI Alois Höfler.

Den zukünftigen Bewohnern stehen neben überdachten Fahrradstellplätzen auch 16 PKW-Stellplätze in Carports zur Verfügung. Eines der absoluten Highlights des Hauses ist der idyllische, eigene Gemeinschaftsgarten mit traumhaftem Blick auf die Stadtkirche und das berühmte Stift Melk. Die geplante Fertigstellung wird im 1. Quartal 2024 angestrebt.

Mietanfragen werden schon jetzt entgegengenommen und vorgemerkt unter 0800 252 231 / Fr. Gaby Steiner. Beratungsgespräche werden voraussichtlich ab Frühjahr 2023 möglich sein.


Das Grundleistungsangebot im Betreuten Wohnen | #SILILEXIKON

Betreutes Wohnen für Seniorinnen und Senioren bedeutet selbstbestimmtes Wohnen im Alter für Einzelpersonen oder Paare mit integriertem Betreuungsangebot.

Merkmale des Betreuten Wohnens sind neben altersgerecht gestalteten Wohnungen die soziale Alltagsbegleitung durch eine Betreuungskraft, Kontakt und Geselligkeit in einer Hausgemeinschaft sowie die Absicherung für Not- und Bedarfsfälle. Das Betreute Wohnen umfasst ein Grundleistungsangebot (die Organisation und Vermittlung bestimmter Dienstleistungen), wobei die Erbringung von weitergehenden sozialen und wirtschaftlichen Diensten darin nicht inkludiert ist, sondern nach individuellem Bedarf von Drittanbietern zugekauft wird.

Gemäß ÖNORM CEN/TS 16118 umfasst der Katalog der Grundleistungen im Wesentlichen folgende vier Leistungskomplexe:

  • Betreuung
  • Beratung
  • Information
  • Organisation

Ziel aller Grundleistungen im Betreuten Wohnen ist stets, die Unterstützung einer privaten und selbstständigen Lebensführung aller Bewohner zu gewährleisten. Diese angesprochene Anregung des Selbsthilfepotenzials meint, dass vorhandene Kompetenzen, Fähigkeiten geistiger wie körperlicher Weise gefordert und gefördert werden sollen, um so die Möglichkeit eines längeren Lebens im Betreuten Wohnen bei selbstständiger Haushalts- und Lebensführung zu unterstützen.

Das Selbsthilfepotential anzuregen und zu fördern kann faktisch für den Koordinator mehr Aufwand bedeuten als eine reine Service-Orientierung. Es geht nicht darum, den Bewohnern möglichst viel abzunehmen durch eine perfekte Service-Orientierung, es soll nicht dazu angeregt werden, so viel Dienstleistungen wie nur irgend möglich abzurufen. Stattdessen geht es im Sinne einer Empowerment-Strategie um Ermutigung, vorhandene Kompetenzen einzusetzen.

Betreuung: Wesentlicher Bestandteil der Betreuungsleistung ist die Etablierung einer guten Hausgemeinschaft. Es sollen Kontakt und Hilfe untereinander, sowie Kontakte zu relevanten Gruppen, Vereinen oder Institutionen in der Nachbarschaft oder im Gemeinwesen angeregt werden, um so die Gemeinschaftsbildung zu unterstützen. Dies kann einschließen:

    • kulturelle, gesellschaftliche und gesundheitsfördernde Veranstaltungen
    • gegenseitige nachbarschaftliche Hilfe der Bewohner
    • nachbarschaftliches Engagement
    • Ausflüge/Exkursionen

Beratung: Der Dienstleistungskoordinator muss zu angekündigten, wöchentlichen Sprechzeiten für folgende allgemeine Beratungstätigkeiten, nach Möglichkeit vor Ort, zur Verfügung stehen:

    • hinsichtlich verschiedener maßgeblicher Behörden
    • in Krisensituationen (z. B. Tod nahestehender Freunde oder Verwandter, schwere Erkrankung, Eintritt einer Langzeitpflegebedürftigkeit)
    • hinsichtlich Betreuungsleistungen, die dem Einzelnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen

Information: Regelmäßige Informationstätigkeit über

    • die als Grund- und Wahlleistungen angebotenen Dienstleistungen
    • kulturelle und Bildungsangebote und Veranstaltungen
    • öffentliche Verkehrsmittel
    • Beratungsstellen, die Beratung zum Wohnen und zu weiteren Bereichen geben
    • Angaben über Einkaufsangebote, Dienstleistungsmöglichkeiten und Fahrdienste einschließlich ambulanter Dienste
    • Möglichkeiten der Rechts- und Sozialberatung
    • etc.

Organisation: Die Organisationstätigkeit muss auf Wunsch des Bewohners die Hilfestellung bei der Kontaktaufnahme zu Fahrdiensten und hauswirtschaftlichen Diensten umfassen.

Quelle: Silver Living/SORA Studie “Die 50-75-Jährigen in Krisenzeiten – Wohnbedürfnisse, Zukunftsaussichten und mehr”, 2022


Silver Living und Rustler starten Kooperation

Aufgrund des Wachstumsplans und der strategischen Ziele von Silver Living und Rustler Gebäudeverwaltung haben sich die beiden Unternehmensgruppen zu einer Kooperation im Bereich der Hausbetreuung entschlossen. Während bis dato bereits an die 50.000 m² an Immobilienflächen erfolgreich durch Silver Living verwaltet wurden, soll diese Zahl durch die Zusammenarbeit mit Rustler Gebäudeverwaltung innerhalb der nächsten 3 Jahre auf knapp 100.000 m² anwachsen.

„Wir haben in den vergangenen Jahren bereits sehr erfolgreich mit Rustler zusammengearbeitet und das Unternehmen als professionellen und gleichzeitig menschlichen Partner erlebt.“, so Silver Living Geschäftsführer Thomas Morgl über die Kooperation. „Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam mit Rustler die Betreuungsqualität für unsere Kunden weiterhin stark steigern und das geplante Wachstum so gut erreichen können.“

„Durch die Kooperation mit Silver Living bekommt der Kunde das Beste aus zwei Welten.“, bestätigt Martin Troger, Managing Partner der Frieda Rustler Gebäudeverwaltung GmbH & Co KG. „Die Kompetenz von Silver Living im Bereich Betreutes Wohnen, sowohl für die Nutzer als auch Investoren, im Zusammenspiel mit einer hochqualitativen Betreuung von Bestandsimmobilien. Das sichert den Nutzern eine hohe Lebensqualität und dem Investor eine nachhaltige und wertbeständige Anlage.“

Teile der Hausverwaltung werden ab Jänner 2023 von Silver Living an Rustler abgegeben.

Silver Living Managing Partner Thomas Morgl und Frieda Rustler Gebäudeverwaltung Managing Partner Martin Troger

Über die Rustler Gruppe

Die Rustler Gruppe, 1935 in Wien als Gebäudeverwaltung gegründet und bereits über 85 Jahren im Immobilienwesen tätig, ist mittlerweile eine international agierende Unternehmensgruppe, die neben Standorten in den österreichischen Landeshauptstädten Österreich in 6 weiteren europäischen Ländern aktiv ist. Durch den Fortschritt der Gesellschaft und Technik sind die Ansprüche unserer Kunden gestiegen und damit auch die Anforderungen an den Immobiliendienstleister. Die klassische Betreuung weicht einer dynamischen prozessorientierten Dienstleistung. Die Ergebnisse am Ende der Prozesskette einer Tätigkeit sind wichtig, aber auch wie diese erzielt worden sind. Schnelligkeit, Genauigkeit und Kosten spielen eine immer wichtigere Rolle. Durch absolute Transparenz ist auch der Kunde jederzeit über alle Vorgänge in seiner Liegenschaft informiert.

Die Rustler Gruppe als eigentümergeführtes Familienunternehmen erbringt alle Immobiliendienstleistungen von der klassischen Hausverwaltung über technisches Facility Management, Immobilienvermittlung, Immobilienentwicklung, Bauplanung und Baumanagement bis hin zur Immobilienbewertung.


Alle Jahre wieder kommt Ebenezer Scrooge: Silver Living lud zur traditionellen Weihnachtsaufführung mit teatro

Zum mittlerweile 8. Mal lud Silver Living, Marktführer im Bereich freifinanziertes Betreutes Wohnen, Kunden, Geschäftspartner, Bewohner der umliegenden Betreuten Wohnhäuser sowie deren Familien zur traditionellen teatro-Weihnachtsaufführung des Charles-Dickens-Klassikers „Die Weihnachtsgeschichte“.

In seiner Eröffnungsrede unterstrich Silver Living Geschäftsführer Thomas Morgl die Wertigkeit solcher Traditionen besonders:

„Es ist für uns alle gerade eine wahnsinnig schwierige Zeit. Wir wissen nicht, wie wir uns von Corona erholen werden, wir erleben Krieg, eine ungeahnte Teuerungswelle und eine Klimakrise. Umso schöner ist es, dass wir alle heute diesen Abend gemeinsam verbringen können, denn Traditionen sind es, die uns durch solche Krisen bringen.“

Seit 7 Jahren läuft die erfolgreiche Kooperation zwischen Silver Living und teatro nun schon, summiert man die halbjährlichen Winter- und Sommertermine ist es die insgesamt 16. gemeinsame Veranstaltung. Im vergangenen Jahr wurde die Zusammenarbeit um das Generationen-Fotoprojekt „Glücksmomente für Jung und Alt“ erweitert, bei dem Bewohner der Betreuten Wohnhäuser mit Darstellern gemeinsam professionell geschminkt und abgelichtet werden.

Markenbotschafterin Elisabeth Engstler führte mit gewohnt liebevoller Moderation durch den Abend. Zu den Gästen zählten diesmal neben Bewohnern der umliegenden Betreuten Wohnhäuser in Mödling und Brunn auch Bewohner des niederösterreichischen Silver Living Consultingprojekts in Ebreichsdorf. Wie beim letzten Mal konnten die talentierten jungen Darsteller ihr Publikum mit ihrer charmanten Inszenierung der „Weihnachtsgeschichte“ – die sich jedes Jahr ein klein wenig verändert – restlos begeistern.

Soziale Wärme in der kältesten Jahreszeit

„Gerade wenn die Temperaturen draußen stetig fallen, ist es wichtig, näher zusammenzurücken.“, so Silver Living Geschäftsführer Thomas Morgl. „Aus diesem Grund möchten wir uns genau wie in den vergangenen Jahren auch heuer im Rahmen unseres teatro-Abends wieder karitativ beteiligen und wir hoffen, dass Ihr uns dabei unterstützt!“

Gesammelt wurde diesmal zugunsten eines Wohngemeinschaftsprojekts für geflüchtete ukrainische Familien in Graz, das Silver Living gemeinsam mit dem Betreuungspartner SBZ (Sozial- und Begegnungszentren) zu Beginn des Ukraine-Kriegs auf die Beine stellen konnte. Dort werden insgesamt 43 Menschen im Alter von 2-77 Jahren (darunter 12 Kinder und Teenager, 21 Frauen und 10 Männer) untergebracht und durch das SBZ niederschwellig betreut. Traditionell verdoppelte Silver Living die während des Abends zusammengekommenen Spenden, womit am Ende knapp 2.000 Euro im Topf lagen.

„Ich möchte mich im Namen des gesamten Teams von Herzen bedanken“, so Thomas Morgl. „Damit können wir nun sicherlich alle offenen Weihnachtswünsche unserer Bewohner erfüllen.“

Der Theaterabend war auf allen Seiten ein voller Erfolg. teatro-Intendant Norberto Bertassi und sein talentiertes Ensemble nahmen das Publikum in dem Dickens-Klassiker gemeinsam mit Protagonist Ebenezer Scrooge auf eine berührende Entdeckungsreise nach der wahren Bedeutung des Weihnachtsfestes.


Teuerungswelle besorgt 50-75-Jährige von allen Krisen am meisten | #SILIFACT

Seit geraumer Zeit beschäftigen globale Krisen wie Klimakrise, Ukraine-Krieg, Inflation oder Covid-Pandemie alle Bevölkerungsschichten. Doch wie beurteilen noch erwerbstätige bzw. bereits pensionierte 50-75-jährige Österreicher diese Faktoren?

Die 2022 von Silver Living in Kooperation mit dem renommierten SORA-Institut durchgeführte Studie zum Thema „Die 50-75-Jährigen in Krisenzeiten – Wohnbedürfnisse, Zukunftsaussichten und mehr“ kam etwa zu dem Ergebnis, dass von allen derzeitigen Krisen Teuerung und Inflation 50-75-jährige Österreicher noch vor Ukraine-Krieg und Klimakrise am meisten beschäftigen. Auffallend ist hierbei, dass Pensionisten tendenziell besorgter sind als Erwerbstätige derselben Kohorte: 48 % der Erwerbstätigen und 53 % der Pensionisten geben an, der Teuerung mit starker Sorge entgegenzublicken. Die Covid-Pandemie hingegen rückt angesichts der restlichen Krisen merkbar in den Hintergrund.

Auch die eigene finanzielle Situation ist wesentlicher Sorgenbringer bei den 50-75-Jährigen – hier sorgen sich Erwerbstätige mit 58 % der Befragten nur minimal mehr als Pensionisten (57 %).

Quelle: Silver Living/SORA Studie “Die 50-75-Jährigen in Krisenzeiten – Wohnbedürfnisse, Zukunftsaussichten und mehr”, 2022


Glücksmomente für Jung und Alt geht in die 2. Runde!

Bereits das zweite Jahr in Folge besuchten Bewohner aus dem Betreuten Wohnen  das teatro Fotoshooting für „Die Weihnachtsgeschichte“ im Gumpoldskirchner Rathauskeller. Von einer teatro Visagistin wurden sie wie üblich professionell geschminkt und danach mit den teatro Darstellern von einem Starfotografen fotografiert. Sogar Betriebsleiter Bernhard Ruzicka posierte mit den Seniorinnen und kommentierte schmunzelnd:

“Für meine Bewohner geh’ ich sogar auf die Knie.”

Die besten Fotos werden im neuen Programmheft des Mödlinger Jugend- und Musiktheaters veröffentlicht. Mehr zu unserer Zusammenarbeit mit teatro lesen Sie hier.

Behind the scenes:


Zufriedenheit steigt mit dem Umzug in Betreutes Wohnen | #SILIFACT

Eine durch das Österreichische Rote Kreuz in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsuniversität Wien durchgeführten Studie zur Zufriedenheit und Lebensqualität in Betreuten Wohnanlagen – darunter auch etliche von Silver Living begleitete Häuser in der Steiermark – ging klar hervor: Ein Umzug in eine Betreute Wohnanlage steigert die Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnsituation von Seniorinnen und Senioren deutlich.

So sind nach dem Umzug in eine Betreute Wohnanlage stolze 93 %* aller befragten Seniorinnen und Senioren mit ihrer aktuellen Wohnsituation zufrieden. Zum Vergleich: Vor dem Umzug in eine Betreute Wohnanlage gaben nur etwa 68 %* aller Befragten an, mit ihrer aktuellen Wohnsituation zufrieden zu sein. Die Betreuungspersonen werden dabei besonders positiv bewertet, sowohl im Normalfall als auch während der Covid-19 Pandemie. So geben rund 80 % der Befragten an, sich durch das Betreuungsangebot sicherer zu fühlen.

Auch das direkte und indirekte Wohnumfeld wirkt als wesentlicher Faktor mit auf die Zufriedenheit der Bewohner ein – 87 % der Befragten geben an, dass sich die Lage ihres Wohnortes durch den Umzug in die Betreute Wohnanlage entscheidend verbessert hat.

* Zahlen beziehen sich auf Betreute Wohnanlagen in der Steiermark

Quelle: Kern, Manuel; Bogorin, Flavia-Elvira; Grünhaus, Christian (2022): Erhebung der Zufriedenheit und Lebensqualität der Kund*innen im Bereich „Betreutes Wohnen“ des Österreichischen Roten Kreuzes. Wien: Kompetenzzentrum für Nonprofit Organisationen und SocialEntrepreneurship der WU Wien


Silver Living Studie: Dreiviertel der 50- bis 75-Jährigen haben keine Wohnpläne für das Alter

75 % der 50- bis 75-jährigen Österreicher haben keine Pläne, wo sie im Alter wohnen werden. So eines der signifikanten Ergebnisse der Silver Living Studie „Die 50- bis 75-Jährigen in Krisenzeiten – Wohnbedürfnisse, Zukunftsaussichten und mehr2. Die repräsentative Studie3 wurde vom renommierten SORA Institut wissenschaftlich begleitet.

Die Schlüsselaussagen der Studie lauten:

  1. Verdrängen: Mehrheit will wohl selbstbestimmt wohnen, trifft aber selbst keine Entscheidungen bzw. verdrängt die zu erwartende, individuell nötige Betreuung (Stichwort: Phantombetreuung, bzw. „es werden sich schon andere darum kümmern“)
  2. Zu wenig Eigentumsvorsorge1: Die Schere zwischen Besitzern von Wohneigentum und jenen, die kein Wohneigentum haben, ist ein wesentlicher Faktor für die spätere Zufriedenheit im Alter.
  3. Individuelles und gesellschaftliches Ignorieren als österreichische Grundeinstellung: Die vorhersehbare Altersarmut vieler Babyboomer (graue Altersarmut) ist nicht im Fokus der Öffentlichkeit, geschweige denn der Politik

„Best Ager reflektieren leider häufig ihre Wohnsituation erst, wenn beispielsweise Gründe wie Barrierefreiheit, Wohnungsgröße, Bedarf nach Gesellschaft oder finanzielle Situation schlagend werden“,

erklären die beiden Geschäftsführer Walter Eichinger und Thomas Morgl.

„Fakt ist zudem, dass Menschen wohl selbstbestimmt leben wollen, selbst aber keine Entscheidung über ihre zukünftige Wohnform treffen möchten. De facto wird die Wohnzukunft in diesen Lebensjahren oftmals verdrängt.“

29 % der eigentumslosen 50- bis 65-Jährigen wissen nicht, wo sie im Alter wohnen sollen

Eine wesentliche Erkenntnis der Silver Living Studie ist, dass Menschen ohne Eigentum (29 %), also ohne eigenes Haus oder Wohnung, in der Altersgruppe der 50-bis 64-Jährigen oft nicht wissen, wo sie im Alter wohnen sollen. Menschen mit Eigentum planen häufiger einen Verbleib in der aktuellen Wohnung (68 %), als die Gruppe ohne Eigentum.

„Als zentrales Problem bleibt, insbesondere für einen Teil der geburtenstarken Jahrgänge der 1960er Jahre, die künftige Leistbarkeit des Wohnens“,

so Walter Eichinger und Thomas Morgl.

„Auch wenn die Versorgung der älteren Bevölkerung in einem der reichsten Länder grundsätzlich machbar sein sollte, so ist doch davon auszugehen, dass sich die Einkommenssituation für die ältere Bevölkerung aufgrund der derzeitigen Krisen insgesamt verschlechtert. Leider finden viele Menschen ohne Eigentum oft kein passendes Angebot für das Alter. Notwendig sind deshalb gezielte Informationen & Angebote für Menschen ohne Eigentumswohnung/-haus in allen Bundesländern.“

Umzugsgründe im Alter

Die häufigsten Gründe für einen geplanten Umzug im Alter sind Barrierefreiheit/Gesundheit (34 %) und Wohnungsgröße. Oftmals findet ein ungeplanter Wohnungswechsel auch wegen einer Änderung der familiären Situation statt (18 %).

„Leider verlassen sich sehr viele Seniorinnen und Senioren darauf, dass ihnen im Alter bei der Problemlösung von jemandem geholfen wird, entweder durch die Kinder, die Gemeinde oder sonst irgendjemanden“, ergänzen Eichinger und Morgl, „wir sprechen in diesem Zusammenhang von einer Phantombetreuung. All diese Gründe zeigen, dass eine Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnen im Alter in der Bevölkerung notwendig ist, bzw. dass frühzeitig darüber nachzudenken ist, die eigenen vier Wände altersfit zu machen. Leider ist individuelles und gesellschaftliches Ignorieren eine österreichische Grundeinstellung: Die vorhersehbare Altersarmut vieler Babyboomer (graue Altersarmut) ist nicht im Fokus der Öffentlichkeit, geschweige denn der Politik.“

Häufigster Wunsch ist es daheim bleiben zu können, ein Viertel kann sich Alternativen vorstellen

58 % der 50- bis 64-Jährigen möchten auch im Alter zuhause, gegebenenfalls auch mit Unterstützung, leben. Im Gegenzug haben 22 % der Befragten den Wunsch, im Alter andere Wohnformen wie Betreutes Wohnen, Betreute Seniorenwohngemeinschaften oder Mehrgenerationen-Wohnen zu nutzen.

„Dieses Ergebnis korrespondiert klar mit der Silver Living Studie aus dem Jahr 2016“, bestätigen Eichinger und Morgl.

Teuerungswelle derzeit stärkster Besorgnisbringer bei 50- 75-Jährigen

Für 80 % der 50- bis 75-Jährigen ist die Teuerungswelle der stärkste Sorgenbringer, gefolgt vom Ukraine-Krieg (71 %), der Klimakrise (67 %) und der Corona Pandemie (39 %).

Auffallend ist dabei, dass Pensionisten tendenziell über die globalen Krisen mehr besorgt sind als Erwerbstätige. Wesentlicher Sorgenbringer der 50- bis 75-Jährigen ist die eigene finanzielle Situation. In diesem Punkt finden sich ausnahmsweise bei den Erwerbstätigen etwas häufiger Sorgen als bei Pensionisten.

Einsamkeit und Armut machen krank

Aufgrund der Corona-Pandemie gaben 28 % der Befragten an, dass sich ihre körperliche Gesundheit verschlechtert hat, bei 25 % die psychische Gesundheit und bei 19 % die sozialen Beziehungen. Die psychische Gesundheit litt bei Erwerbstätigen tendenziell stärker als bei Pensionist*innen.

Die Pandemie wirkte sich auf Alleinlebende und ökonomisch benachteiligten Menschen stärker aus. Schon frühere Studien von Silver Living zeigten, dass Einsamkeit der wesentliche Trigger für die Verschlechterung der individuellen Lebensqualität ist.

„Die Vereinsamung im Alter wird in den nächsten Jahren schon allein wegen der demografischen Entwicklung zu einer Herausforderung werden“, erklären Eichinger und Morgl das Studieninteresse. „Betreutes Wohnen, wie wir es sehen, ist auch ein ausgezeichnetes Angebot, um soziale Kontakte im Alter pflegen zu können.“

Presseinformation downloaden


[1] Eigentum wurde in der Studie als Wohnungs- bzw. Hauseigentum definiert

[2] Bitte den vollständigen Namen der Studie „Silver Living Studie – Die 50- bis 75-Jährigen in Krisenzeiten“ anführen.

[3] Insgesamt wurden für die Studie 300 Telefon- und 300 Onlineinterviews in der österreichischen Bevölkerung in der Altersgruppe 50 und 75 im Juli und August durchgeführt. Die Gewichtung erfolgte nach Geschlecht, Alter, formale Bildung, Erwerbsstatus, Bundesland.


Serviceimmobilien | #SILIGLOSSARY

Als Serviceimmobilien werden jene Immobilien bezeichnet, bei denen die Erbringung von nutzungsorientierten Dienstleistungen für die Nutzer der Immobilie wesentlicher Bestandteil ist, die auch im Immobilienkonzept konstitutiv verankert sein muss. Die Leistungen können dabei, je nach Ausprägung vom einfachen Conciergedienst bis hin zur Spezialklinik reichen. Der Begriff „Serviceimmobilie“ ist somit ein so genannter terminus technicus, und wird unter anderem auf Betreute Wohnanlagen angewendet.

Als weitere Beispiele für Serviceimmobilien können u.a. Pflegeimmobilien, Gesundheitsimmobilien sowie die so genannten „integrierten Serviceimmobilien“, sprich Immobilien in Gestalt kombinierter Nutzungsarten (wie Hotels, Sozialeinrichtungen, Krankenhäuser, Ärztehäuser etc.) angeführt werden.

Serviceimmobilien werden zu 75% vom Betreiber und zu 25% von der Immobilie selbst beeinflusst. Die Wahl der Betreuungsorganisation als maßgeblicher Erfolgsfaktor ist bei Investitionen in Betreutes Wohnen daher umso wichtiger als etwa strategische Ausrichtung, gelungene Architektur oder allfällige Drittverwendungsmöglichkeit.

Mit der Tatsache, dass die Serviceimmobilie nicht nur an Bedeutung gewinnt, sondern vielmehr die bestimmende Immobilienart der Zukunft sein wird, muss sich die Immobilienwirtschaft zunehmend auseinandersetzen.


Silver Living eröffnet GeNerATIONENwohnhaus „Lebensraum Lend“ mit feierlichem Auftakt

Begleitet von Vertretern aus Politik und Presse übergab Immobilienentwickler Silver Living gemeinsam mit dem Vertriebspartner bei Bauherrenmodellen, der ÖKO-Wohnbau SAW GmbH, sowie dem Mieter für die Betreuten Wohnungen, Caritas Steiermark, das einzigartige Generationenwohnhaus „Lebensraum Lend“ an die Eigentümer. Die einmalige, grüne Anlage mit 73 hochmodernen Wohnungen mit Größen von ca. 40 – 70 m² für Familien, Singles, junge Pärchen und auch ältere Menschen, die für alle Generationen maximalen Wohnkomfort bietet, überzeugte nicht nur die Politik.

So zeigte sich Gemeinderat Kurt Luttenberger (KPÖ), der in Vertretung der Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr die Eröffnung besuchte, begeistert:

„Mein erster Eindruck von dieser beeindruckenden Anlage – eingebettet in Grün, das ist ja in Graz auch keine Selbstverständlichkeit – ist sehr positiv. Der besondere Mix aus Bewohnern aller Altersklassen sowie ukrainischen Flüchtlingen ist gerade in Zeiten wie diesen besonders wichtig.“

Auch der Bezirksvorsteher-Stellvertreter von Lend, Wolfgang Krainer (ÖVP), fand lobende Worte für das Projekt:

„Meine Hochachtung an alle Projektbeteiligten und besonders den Architekten dafür, dass dieses Projekt trotz Krise und aller aktueller Schwierigkeiten in so kurzer Zeit erfolgreich fertiggestellt werden konnte. Gratulation und alles Gute auch Weiterhin!“

Modernes Wohnen an aufstrebendem Standort

„Der Bezirk Lend gilt als extrem dynamischer und aufstrebender Bezirk, wo sich in den letzten 10, 20 Jahren in Graz mit Abstand am meisten getan hat“, bestätigt Silver Living Geschäftsführer Karl Trummer. „Genau dieser Bereich in der Babenbergerstraße, wo wir uns befinden, gilt als wichtiger Entwicklungsbereich der Stadt Graz. Ein kurzer Blick in die Vergangenheit verrät – hier stand vor einiger Zeit noch eine Kebap-Fleischfabrik, und jetzt eine wunderbare Generationenwohnanlage!“

Auch die direkte Umgebung der Wohnanlage bietet mit dem angrenzenden Friedenspark und der Fröbelschule viel Mehrwert. Ebenfalls lassen Verkehrsanbindung und Infrastruktur keine Wünsche offen.

Zukunftswohnform GeNerATIONEN Wohnen mit besonderem Mehrwert

Generationenübergreifendes Zusammenleben liegt international stark im Trend und steigert, wie sich die Wissenschaft einig ist, wirksam und nachhaltig die Lebensqualität aller Bewohner. Beim „Lebensraum Lend“ wurde das erfolgsversprechende Konzept des Generationen Wohnens noch erweitert: In den 18 Betreuten Wohneinheiten werden ukrainische Flüchtlinge (mit Betreuungsbedarf aufgrund von Alter bzw. körperlicher Einschränkung) von der Caritas Steiermark untergebracht und betreut, um ihnen den Anschluss an die hiesige Gesellschaft entscheidend zu erleichtern.

„Das Schöne beim Generationen Wohnen ist, dass Alt und Jung an einem Ort zusammenfinden, an dem ein gemeinsames Leben und damit auch ein gemeinsamer kultureller Austausch passieren kann.“, so Silver Living Geschäftsführer Ottokar Benesch über die Wohnform.

Der Vizedirektor der Caritas Steiermark, Mag. Erich Hohl, schließt sich an:

„Immer wieder stehen wir vor dem Problem, dass Flüchtlinge aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen eine barrierefreie Unterkunft benötigen, es gibt aber kaum Einrichtungen, die diesen Anforderungen entsprechen. Hier haben wir endlich die Möglichkeit, alle Flüchtlinge, auch ältere und gebrechliche Menschen adäquat unterbringen zu können. Ich danke für die gute Kooperation und Planung dieses Projekts.“